Rayan Berangi: Vom 1:1-Coaching zum skalierbaren Kurs-Funnel
Rayan Berangi hatte kein Sichtbarkeitsproblem. Er hatte Nachfrage, Expertise und ein etabliertes 1:1-Geschaeft. Genau darin lag die Engstelle: jeder Euro Umsatz hing an seiner eigenen Zeit. Das Ziel war deshalb nicht "einen Online-Kurs filmen", sondern ein Produkt- und Funnel-System bauen, das qualifizierte Leads erzeugt, sie vorqualifiziert und nur die richtigen Menschen in High-Ticket-Calls bringt.
Das Problem
Viele Coach-Produktionen starten mit der falschen Frage: Welche Module filmen wir?
Bei Rayan war die bessere Frage: Welche Kaufentscheidung muss ein Lead nach jedem Schritt treffen?
Der Kurs sollte nicht nur Wissen vermitteln. Er musste verkaufen, ohne nach Sales-Skript zu klingen. Er musste das 1:1-Geschaeft entlasten, nicht ersetzen. Und er musste in einer konzentrierten Produktionsphase entstehen, weil Rayan nicht wochenlang im Studio stehen konnte.
Die harten Anforderungen:
- Ein kostenloser Kurs als Lead-Magnet, der Vertrauen aufbaut.
- Ein bezahlter Mid-Ticket-Kurs, der das Hauptprodukt greifbar macht.
- Eine VSL als Bruecke zwischen Wissen, Dringlichkeit und Call-Buchung.
- Ads-Creatives, die dieselbe Story nicht noch einmal neu produzieren muessen.
- Eine technische Strecke, die Kurs, CRM, Booking und Follow-up verbindet.
Der Prozess
Wir haben den Dreh erst geplant, nachdem der Funnel stand.
Vier Tage lang ging es nicht um Licht, Kamera oder Look, sondern um Architektur: Wo steigt ein Lead ein? Was muss er nach Modul 1 verstanden haben? Welche Einwaende sind vor dem VSL schon geloest? Welche Botschaft gehoert in den Kurs und welche in die Thank-You-Page?
Aus dieser Phase entstanden:
- ein kostenloser Front-End-Kurs mit vier Modulen,
- ein bezahlter Kurs mit acht Modulen, Workbook und Bonus-Sessions,
- eine 12-Minuten-VSL im Direct-Response-Stil,
- ein 90-Sekunden-Thank-You-Page-Video mit Booking-CTA,
- mehrere Hook- und Ads-Varianten fuer Meta und YouTube,
- Landingpage-Assets, Modul-Cover und Workbook-Mockups.
Die Produktion selbst lief ueber drei volle Studio-Tage mit Teleprompter, Multicam-Setup und festem Licht. Der entscheidende Moment kam mitten im Dreh: Die vorbereitete Modul-Reihenfolge war didaktisch logisch, aber sie baute die Kaufentscheidung nicht stark genug auf. Also wurde der Dreh fuer 90 Minuten gestoppt, das Whiteboard wieder aufgemacht und die Reihenfolge neu sortiert.
Dieser Stopp hat den ersten Drehtag verlaengert. Er hat aber verhindert, dass am Ende ein schoener, aber wirkungsschwacher Kurs herauskommt.
Das Ergebnis
Aus drei Studio-Tagen und vier Wochen Post-Production wurde ein kompletter Authority-Stack: Kurs, VSL, Thank-You-Video, Ads-Creatives und Landingpage-Assets in einer zusammenhaengenden Story.
In den 24 Monaten nach Launch skalierte das daraus entstandene Coaching-Produkt auf einen hohen sechsstelligen Gewinn. Entscheidend ist: Die Zahl beschreibt Gewinn, nicht nur Umsatz. Der Funnel zog Leads ueber den kostenlosen Kurs an, qualifizierte sie ueber die VSL und filterte ueber das Mid-Ticket-Produkt jene Menschen heraus, fuer die ein High-Ticket-Call sinnvoll war.
Rayan musste dadurch nicht jede Anfrage selbst qualifizieren, nicht sein komplettes 1:1-Geschaeft aufgeben und nicht laufend neue Content-Produktionen starten, nur um den Funnel frisch zu halten.
Was wir beweisen konnten
Ein Coach-Case funktioniert nur, wenn Produktion und Sales-Logik nicht getrennt werden. Bei Rayan war der Dreh kein Content-Day, sondern der operative Hebel fuer ein Produktmodell.
Die wichtigsten Learnings sind heute Teil unseres Coach-Playbooks:
- Skript kommt nach Funnel-Architektur, nicht davor.
- Drehtage brauchen Strategie-Stopps, wenn die Conversion-Logik kippt.
- Coaches sind Experten, keine Schauspieler. Das Setup muss Expertise komprimieren, nicht Performance erzwingen.
Was als Naechstes fehlt
Der schriftliche Case ist publizierbar. Fuer die finale Launch-Version fehlen noch drei Asset-Upgrades: ein freigegebenes Logo im Public-Ordner, ein aktueller Hero-Still vom Studio-Setup und der geplante Video-Testimonial-Cut aus dem naechsten Rayan-Drehtag.

